ist eine Therapiemethode zur
Behandlung frühkindlicher
Redeflussstörungen. Es wurde für die Behandlung von stotternden Kindern im Vorschulalter im Laufe der letzten zehn Jahre in Zusammenarbeit des Australian Stuttering Research Centers (ASRC) an der Faculty of Health Sciences, University of Sydney und der Stuttering Unit im Bankstown Health Service in Sydney entwickelt. Zu der Entwicklung des Lidcombe-Programms tragen damit sowohl ein Team von wissenschaftlichen Mitarbeitern, als auch klinische Therapeuten bei. Dieses Team begann Mitte der achtziger Jahre seine Zusammenarbeit in dem Stadtteil Lidcombe, im westlichen Sydney, nach dem das Programm benannt ist. Das Lidcombe-Programm wird von den Eltern oder einer Bezugsperson im täglichen Umfeld des Kindes durchgeführt. Während einer wöchentlichen Therapiestunde lernen die Eltern unter Anleitung einer Logopädin/ Sprachheiltherapeutin wie das Programm eingesetzt wird. Im Rahmen der Therapie demonstriert die Therapeutin die jeweiligen Elemente der Behandlung, supervidiert und leitet die Eltern bei der Durchführung an, und gibt ihnen Rückmeldungen bezüglich ihrer Arbeit. Die Elternarbeit ist ein essentieller Bestandteil der Therapie, da die Therapeutin gewährleisten muss, dass die Behandlung angemessen durchgeführt wird und eine positive Erfahrung für Kind und Eltern darstellt. |